stress führt zu blockaden

Viele Schüler haben heute Prüfungsängste. Wer Ängste vor bestimmten Situationen, beispielsweise Klausuren, entwickelt, der gerät schnell in eine Angst-Stress-Spirale.  Und wer unter Stress steht, der kann nicht mehr klar denken, denn die in solchen Stresssituationen ausgeschütteten Hormone Adrenalin und Noradrenalin beeinflussen die Schaltstellen zwischen unseren Nervenzellen in unserem Gehirn. Die Symptome sind je nach Ausprägung der Angst unterschiedlich: Flüchtigkeitsfehler, Schweißausbrüche, Denkblockaden, Black Out, Schalfstörungen.

 

"Wir lernen mehr, wenn wir entspannt sind!" (vgl. Murdock, S. 18ff, Psychologie heute 2/93, 5.25)

 

Über die Gehirnwellenaktivität sind Entspannungszustände wissenschaftlich messbar. Verlaufen die Gehirnwellen langsamer, im Fachschargon in einem Frequenzbereich zwischen 8 und 12 Hertz (sog. Alphawellen), so befindet sich das Gehirn in einem aufmerksam und entspannten Zustand. Erreichbar ist solch ein Alphawellenbereich über Entspannungsverfahren, welche auf die kognitiven Bereiche des Gehirns einwirken.

 

Mit einem systemisch-integrativen Therapiekonzept kann Prüfungsangst gelöst werden. Zunächst ist es wichtig der Ursache auf den Grund zu gehen. Dies können überhöhte Ansprüche an sich selbst, aber auch allgemeine Versagensängste sein. Im nächsten Schritt gilt es das Selbstwertgefühl des Betroffenen zu stärken. Gerade Jugendliche befinden sich in einer permamenten Umbruchsphase, sie selbst, aber auch die Welt um sie herum verändert sich in kurzen Abständen, das macht unsicher. Indem wir gemeinsam die Ressourcen erarbeitet (wo bin ich bereits gut? weshalb fallen mir andere Dinge leichter? was sind meine Stärken?) soll das Selbstwertgefühl nachhaltig gestärkt werden. Parallel hierzu lernen wir Entspannungsverfahren, speziell das Autogene Training. Autogenes Training wirkt sich positiv auf die kognitiven Prozesse aus indem es den Parasympathikus beeinflusst (das ist das System im Körper, welches für die Entspannung und Regeneration zuständig ist).

 

psychologische nachilfe

Für viele Schüler sind besonders die Fächer Mathematik und Rechnungswesen starkt angstbesetzt, besonders Mathematik gilt doch als "Königsdisziplin" und als eines der wichtigsten "Selektionsfächer". Für die Fächer Mathematik sowie Rechnungswesen biete ich eine besondere Art der Nachhilfe. Eine Kombination aus systemisch-integrativer Therapiesitzung (siehe oben) und fachlicher (Mathematik oder Rechnungswesen) Unterstützung. Im Rahmen dieses psychologischen Nachhilfekonzepts werden auch Lernstrategien erarbeitet, um das Fach "Mathe" besser durchsteigen zu können. Ziel ist es zum einen, Ängste abzubauen, fachliche Rückstände zu beseitigen, aber auch eine Art Hilfe zur Selbsthilfe zu lehren. Wer die Grundprinzipien des Lernens verstanden hat, der kann sich künftig auch selbst helfen.

 

In meiner Gymnasialzeit waren Mathematik und Rechnungswesen meine beiden Leistungskursfächer. In dieser Zeit und darüber hinaus habe ich auch anderen Schüler Nachhilfeunterricht gegeben. Dabei fiel mir auf, dass es vielen bereits schwer fällt, den Inhalten des Unterrichts zu folgen und dies bereits ein wesentlicher Punkt des Problems darstellt. Denn wer bereits dem Unterricht nicht folgen kann, der kann sich auch nicht selbstständig auf Schulaufgaben vorbereiten.

Kurz vor dem Abschluss?

Besonders vor wichtigen Abschlüssen im Leben, sei es der Hauptschulabschluss, der Realschulabschluss oder das Abitur, können Aufregung und Versagensängste besonders groß sein.

Da es sich beim Autogenen TRAINING, um ein TRAINING handelt, gilt auch hier: Übung macht den Meister! Es sollte daher bereits rechtzeitig mit entsprechenden Übungseinheiten begonnen werden. Da sich Prüfungsangst mit der Zeit steigert und sich im schlimmsten Fall auch zu regelrechten Panikattaken entwickeln kann, empfielt es sich bereits im Jahr vor dem Abschluss mit entsprechenden Übungen zu beginnen.